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Bergsommer am Spitzingsee
Wanderwochenende Schwäb. Albverein Oberboihingen vom 25. - 27.06.2010
Standquartier: Gasthof„Alte Wurzhütte“
Roßkopfweg 1, 83727 Spitzingsee
- Tag: reine Gehzeit (4,5 Stunden, reine Gehzeit)
- Tag: reine Gehzeit (7,5 Stunden, reine Gehzeit)
- Tag: reine Gehzeit (4,0 Stunden, reine Gehzeit)
Am Freitag den 25. Juni fuhren 20 Wanderer in Fahrgemeinschaften zum Spitzingsattel, eine kleine Gruppe war schon am Donnerstag angereist darunter auch unsere Wanderführer Gudrun und Peter Kleinknecht die sehr erfolgreich die “Wetterfee“ um Gutes Wetter ersuchten. Unsere Wandergruppe war bunt gemischt sowohl junge Wanderer Anfang 20 also auch ältere Wanderer Anfang 70 Jahre hatten sich eingefunden. Am Spitzingsattel angekommen wussten wir nicht was schöner ist, der Anblick auf den Berg oder die Felgen des Parkplatzwächters.
Die Wanderung erfolgte nun über einen teilweisen ausgesetzten Steig zur Jägerbauernalm, dabei konnte der vordere Teil der Wandergruppe eine interessante Pflanzen und Naturführung miterleben. Von der Jägerbauernalm ging es bergauf zum Jägerkamp, wo wir unseren Mittagsrast einlegten, dabei durfte der verdiente Gipfelschnaps natürlich auch nicht fehlen. Ganz durstige konnten kurz vor dem Gipfel sich mit einem Glas frisch gezapfter Ziegenmilch stärken.
Am Gipfel erzählte uns Gudrun, wie damals (1909-1950) das viele Holz von der oberen Bergkante ins Tal gebracht wurde. So wurde doch tatsächlich eine Eisenbahnline vom Tal, bergauf nach oben verlegt um das Holz ins Tal zu transportieren. Durch einige starke Stürme wurden teilweise fast über 200.000 – 300.000 Bäume abgeholzt.
Nach dieser interessanten Geschichte begannen wir mit dem Abstieg, die letzte Einkehr vor dem Spitzingsattel war die Schönfeldhütte, in der sich jeder noch einmal stärken konnte. Durch unterhaltsame Sing/ und Liedeinlagen hat der Spaß auch nicht gefehlt.
Am Spitzingsattel angekommen fuhren wir mit unseren Pkws weiter zur “Alten Würzhütte“ um dort die Zimmer zu beziehen. Ein paar Hartgesonnene konnten sich noch am direkt anliegenden Spitzingsee abkühlen. Nach dem gemeinsamen Abendessen ließen wir den Abend in geselliger Runde mit Live-Musik ausklingen.
Der 2. Tag (Samstag, 26. Juni) am Spitzingsee startete mit einem Aufstieg zum Taubenstein direkt am Standquartier. Bei strahlendem Sonnenschein, merkte man der Wandergruppe die erneute Motivation an, den Berg rasch zu erklimmen. Am Taubenstein angekommen waren wir über das feste Schuhwerk einer Gruppe Botanicker überrascht, die uns jedoch nur kurz aufhielt. Über einen Höhenweg gelangten wir zur Rotwand, bei der wir einen wunderschönen Ausblick betrachten konnten.
Da nun auch der Hunger sich bei dem ein oder anderem meldete, wanderten wir von der Rotwand, zum Rotwandhaus. Das Rotwandhaus ist gerade in der Umbauphase (Bau einer ökologischen Kläranlage, Anbau von weiteren Gebäudeteilen) so wurde das Essen bzw. Getränke in Containern ausgegeben. Auch auf dem Rotwandhaus hatte man einige “hübsche“ Aussichten zu genießen.
Nach der guten Stärkung, war es nun Zeit Abschied zu nehmen, denn Gudrun und Peter Kleinknecht hatten in der Heimat noch private Termine. Wir bedankten uns für das tolle Wetter und die bisherige Leitung der Wanderung und folgten nun unserem neuen Wanderführer Eddy.
Der Abstieg führte uns durch den wildromantischen Pfanngraben über einen Gebirgsfluss, der das Tal hinunterrauschte und durch viele schmale Wege. Durch das klare und leckere Gebirgswasser war für manchen die Trinkflasche überflüssig.
Über die Watzinger Alm die leider nicht bewirtschaftet war ging es entlang der Valepp (Bach) zurück zum Spitzingsee. Sodass wir kurz nach 17:00 Uhr wieder das Quartier erreichten. Vor dem Abendessen war das Spiel “Bonanza“ der absolute Renner das zum “Bohnentausch“ anregte. Mit frisch gezapftem Weißbier ließen wir den Abend beim gemeinsamen Essen ausklingen.
Diejenigen welche von der Wanderung noch nicht erschöpft waren, konnten Ihre letzen Reserven beim Discobesuch in netter Gesellschaft verbrauchen (umso schwerer war der Tag danach).
Am 3. Tag (Sonntag, 27. Juni) räumten wir unser Quarti8er nach einem reichhaltigen Frühstück und wanderten danach zur Stümpflingbahn. Da jedoch der Sessellift nicht im Betrieb war, gingen wir den Ziehweg zum Stümpfling hinauf. Ein paar Wanderern war anzumerken, dass Ihre eigenen Reserven zu Ende gingen. Für manche startete die Wanderung aber auch ohne Wasser, dafür voller Euphorie.
So zogen wir vom Stümpling durch eine vielfältige Vegetation der Bergwiesen zum Rosskopf hinauf.
Von dort aus ging es nun beflaggt mit Deutschlandfahne weiter zum Stolzenberg, die Vorfreude auf das Achtelfinalspiel sollte damit verstärkt werden.
Am Stolzenberg legten wir unsere Mittagsrast ein dort erkannten einige, dass auch beim Anziehen von Socken so einiges Malheur passieren kann.
Beim Abstieg vom Stolzenberg (immerhin waren es 670 Höhenmeter), wurden wir durch zahlreiche Fußball-Schlachtrufe und sonstigen Gesängen unterstützt.
Da wir sehr schnell unterwegs waren, gab es noch eine kurze Einkehr an der Albert-Link-Hütte.
Den Fußballsieg über England schauten wir uns am Schliersee beim Public Viewing im urigen Bauerntheater an, dass Getränke und Essen zu Albvereinspreisen anbot.
Nach dem Spiel, machten wir uns auf die Heimreise, sodass wir gegen 21:00 Uhr in Oberboihingen eintrafen.
Ein besonderer Dank gilt unseren Wanderführern Gudrun und Peter Kleinknecht sowie Edwin Bader, die das gesamte Wochenende organisiert haben und stets über viele Gegebenheiten vor Ort berichten konnten. Auch unter unserer Wandergruppe waren sich alle einig, dieses Wanderwochenende wird noch lange in Erinnerung bleiben.


Aktualisiert (Freitag, den 07. Januar 2011 um 13:50 Uhr)