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Mit dem Teck-Neuffen-Gau auf Wanderschaft
Auch beim Wandern kann es ein Sommermärchen geben. Das erlebten Teilnehmer aus verschiedenen Ortsgruppen des Schwäbischen Albvereins und Gäste aus dem Elsass, die während der Wanderwoche auf der Schwäbischen Alb zu einer Gemeinschaft verschweißten.
Tatsächlich wurde auch viel Schweiß vergossen, denn das Wetter war während dieser Zeit hochsommerlich.
Zwei- oder dreitausend Meter hohe Berge haben für viele einen besonderen Reiz. Wer dagegen die Region der Zehn-Tausender auf der Schwäbischen Alb und das Donautal erwandert, kann das "Loblied auf die Alb" singen.
Ausgangspunkt war der Lochenstein. Hier wurde zur Überrraschung aller von einer Delegation ein Begrüßungstrunk mit Imbiss aufgebaut. Die "Eingehtour" führte auf dem HW1, auch Nordrandweg genannt, über Wenzelstein, Schafberg und Plettenberg ins erste Quartier bei Schömberg. Blauer Himmel begleitete am zweiten Tag die Wanderer vorbei an blühenden Wiesen über die Tausender Oberhohenberg, Lemberg nach Gosheim, zum Klippeneck und nach Spaichingen. Herrliche Aussichten zum Schwarzwald im Westen ließen die Teilnehmer immer wieder staunen. Während ein Gewitter mit starkem Regen in der Ferne durchs Neckartal zog, endete unsere kraftraubende Wanderung trockenen Fußes.
Die dritte Etappe nach Mühlheim begann mit dem Aufstieg zum Dreifaltigkeitsberg und ging weiter auf dem Donau-Berglandweg in das alte Donaustädtchen. Am Abend sorgte ein echter Nachtwächter für den Höhepunkt des Tages.
Die kleine aber sehr schöne Tropfsteinhöhle bei Kolbingen muss man gesehen haben. Sie wurde bei der vierten Etappe nach Fridingen ebenso besucht wie der Gansnestturm und der Knopfmacherfels über dem Donautal.
In der Zwischenzeit war die 30-köpfige Gruppe gut eingelaufen. Entlang der Donau mit ihren Versickerungsstellen bot die Tour immer wieder schöne Blicke zum Stiegelefels und zum Schloss Bronnen. Über das Kloster Beuron führte der Weg nach erneut steilem Anstieg zum Wanderheim "Rauher Stein". Als Gast war an diesem Tag Buchautor und begeisterter Wanderer Manuel Andrack dabei. Auch ihn faszinierte das Donautal ebenso wie seine erste Albwanderung vor zwei Jahren. Er fühlte sich in der Gruppe recht wohl und erklärte spontan seinen Beitritt zum Schwäbischen Albverein. Dies und seine anschließende Lesung über eine Nachtwanderung bedachten die Teilnehmer mit starkem Beifall.
Auf dem HW2, der Südrandlinie der Schwäbischen Alb, gings über mehrere Aussichtspunkte Richtung Thiergarten. Mit den Grotten und der Teufelsbrücke bei Inzigkofen erlebte die Gruppe nochmals einen Höhepunkt im Naturpark Obere Donau. In Sigmaringen endete die Wanderwoche. Peter Fischer, der am Vorabend zur Gruppe dazu kam, führte als gebürtiger Sigmaringer durch die Stadt und schilderte nette Anekdoten aus seiner Jugendzeit.
Viele Anstrengungen, viele Ausblicke, viele nette Unterhaltungen unterwegs, von Andreas Haußmann vorgetragene Märchen und gemeinsam gesungene Lieder mit Gitarrenbegleitung ließen die Tage zu einem Sommermärchen werden. Den Organisatoren Erich Haas, Hannelore und Richard Haußmann wurde herzlich gedankt.


Aktualisiert (Montag, den 21. Juni 2010 um 08:16 Uhr)